Bibliothek des Bundesgerichtshofs - Gesetzesmaterialien - Übersichtsseite (Letzte Bearbeitung: 28.04.2008)

 

Gesetz zur Kontrolle von Unternehmensabschlüssen
 (Bilanzkontrollgesetz – BilKoG)

 

- vom 15.12.2004, BGBl I, Nr. 69, S. 3408 -

 

Aus dem Gesetzentwurf:

Unternehmensskandale der Vergangenheit – verursacht durch Bilanzmanipulationen – haben das Vertrauen der Anleger in den Kapitalmarkt erschüttert. Es ist das vordringliche Ziel der Bundesregierung, das Vertrauen der Anleger in die Richtigkeit von Unternehmensabschlüssen und damit in den Kapitalmarkt wiederherzustellen und nachhaltig zu stärken.

 

 

Eckpunkte des Gesetzentwurfes

 

Referentenentwurf

 

Presseerklärung des BMJ vom 21. April 2004: Bilanzrechtsreform und Bilanzkontrolle stärken Unternehmensintegrität und Anlegerschutz 

 

 

Regierungsentwurf

 

 

Aus: DIP - Dokumentations- und Informationssystem für Parlamentarische Vorgänge

 

Titel: Gesetz zur Kontrolle von Unternehmensabschlüssen (Bilanzkontrollgesetz – BilKoG)

 

Initiative: Regierungsvorlage

 

Zustimmungsbedürftig: Nein

 

Bezug: 10-Punkte-Maßnahmenkatalog der Bundesregierung zur Stärkung der Unternehmensintegrität und des Anlegerschutzes vom 25. Februar 2003

Siehe auch Gesetz zur Einführung internationaler Rechnungslegungsstandards und zur Sicherung der Qualität der Abschlussprüfung (Bilanzrechtsreformgesetz)

 

Europäische Impulse: Vorschläge des Ausschusses der EU-Wertpapierregulierungsbehörden CESR vom März 2003

 

Inhalt: Verhinderung von Bilanzmanipulationen zu Lasten der Anleger auf dem Kapitalmarkt, Prüfung der Rechnungslegung kapitalmarktorientierter Unternehmen durch ein von staatlicher Seite beauftragtes privatrechtliches Gremium, Prüfungen auf Bilanzfehler als Stichprobe, bei nicht freiwilliger Mitwirkung der Unternehmen Prüfung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Verpflichtung der Unternehmen zur Veröffentlichung festgestellter Rechnungslegungsfehler; Änderungen und Ergänzungen im Handelsgesetzbuch, Einführungsgesetz zum Handelsgesetzbuch, Wertpapierhandelsgesetz, Finanzdienstleistungsaufsichtsgesetz und Aktiengesetz.

Es entstehen keine zusätzlichen Kosten.

 

Änderungen aufgrund der Ausschussempfehlung:

Verschiebung des Enforcement-Starts auf den 1. Juli 2005, Schaffung einer Haftungshöchstgrenze bei fahrlässiger Verletzung der Verschwiegenheitspflicht durch die Prüfstelle, Selbstaufgriffsrecht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht bei der Gefahr von Doppelprüfungen bei Kreditinstituten, Finanzdienstleistungsinstituten und Versicherungsunternehmen; Änderung § 43aWirtschaftsprüferordnung, §§ 1, 22 und 50 sowie Anlage 1 Gerichtskostengesetz, Änderung Anlage 1 Rechtsanwaltsvergütungsgesetz.

 

Ablauf des Vorgangs (BT = Bundestag; BR = Bundesrat):

 

BR - 

Gesetzentwurf Bundesregierung 30.04.2004 Drucksache 325/04

Zuweisung: Rechtsausschuss (federführend), Finanzausschuss, Wirtschaftsausschuss

 

BR - 

Empfehlungen Rechtsausschuss (federführend); Finanzausschuss; Wirtschaftsausschuss 01.06.2004 Drucksache 325/1/04

Rechtsausschuss, Finanzausschuss: Stellungnahme - Wirtschaftsausschuss: Änderungsvorschläge

 

1. Durchgang

 

BR - 

Plenarprotokoll 800 11.06.2004 S. 261C, 297D-298C/Anl

Beschluss: S. 261C - Stellungnahme: u.a. Änderungsvorschläge - gemäß  Art. 76 Abs. 2 GG

 

BR - 

Stellungnahme Bundesrat 11.06.2004 Drucksache 325/04 (Beschluss)

 

BT - 

Gesetzentwurf Bundesregierung 24.06.2004 Drucksache 15/3421

Anlage: Stellungnahme Bundesrat und Gegenäußerung Bundesregierung

 

1. Beratung

 

BT - 

Plenarprotokoll 15/118 01.07.2004 S. 10779A-10788B

zusammenberaten mit anderen Beratungsgegenständen, vollständige Liste

  • s. Anlegerschutzverbesserungsgesetz BR Drucksache 341/04 (bes.eilbed.)

Redner:
Florian Pronold, SPD S. 10779A-10780A; Stefan Müller (Erlangen), CDU/CSU S. 10780B-10781C; Hubert Ulrich, Bündnis 90/Die Grünen S. 10781C-10782D; Carl-Ludwig Thiele, FDP S.10782 D-10783D; Olaf Scholz, SPD S. 10784A-D; Otto Bernhardt, CDU/CSU S. 10785A-10786A; Dr. Barbara Hendricks, Parlamentarischer Staatssekretär Bundesministerium der Finanzen S.10786A-D; Klaus-Peter Flosbach, CDU/CSU S.10787A-10788A

Beschluss: S. 10788B - Überweisung: Rechtsausschuss (federführend), Finanzausschuss, Ausschuss für Wirtschaft und Arbeit

 

BT - 

Beschlussempfehlung und Bericht Rechtsausschuss 27.10.2004 Drucksache 15/4055

Verschiebung des Enforcement-Starts auf den 1. Juli 2005, Schaffung einer Haftungshöchstgrenze bei fahrlässiger Verletzung der Verschwiegenheitspflicht durch die Prüfstelle, Selbstaufgriffsrecht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht bei der Gefahr von Doppelprüfungen bei Kreditinstituten, Finanzdienstleistungsinstituten und Versicherungsunternehmen; Änderung § 43a Wirtschaftsprüferordnung, §§ 1, 22 und 50 sowie Anlage 1 Gerichtskostengesetz, Änderung Anlage 1 Rechtsanwaltsvergütungsgesetz

Berichterstatter:
Olaf Scholz, SPD, Rechtsausschuss; Marco Wanderwitz, CDU/CSU, Rechtsausschuss; Jerzy Montag, Bündnis 90/Die Grünen, Rechtsausschuss; Rainer Funke, FDP, Rechtsausschuss

 

2. Beratung

 

BT - 

Plenarprotokoll 15/136 29.10.2004 S. 12520B-12526B

zusammenberaten mit

  1. Gesetz zur Einführung internationaler Rechnungslegungsstandards und zur Sicherung der Qualität der Abschlussprüfung
    s. Bilanzrechtsreformgesetz BR Drucksache 326/04

  2. Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in Deutschland sachgerecht und transparent fortentwickeln
    s. Rechnungslegung BT Drucksache 15/4036

Redner:
Alfred Hartenbach, Parlamentarischer Staatssekretär Bundesministerium der Justiz S. 12520D-12521C; Marco Wanderwitz, CDU/CSU S.12521 D-12523C; Jerzy Montag, Bündnis 90/Die Grünen S. 12523C-12524C; Rainer Funke, FDP S.12524 C-12525A; Olaf Scholz, SPD S. 12525A-12526A

Beschluss: S. 12526B - einstimmige Annahme Drucksache 15/3421 idF Drucksache 15/4055

 

3. Beratung

 

BT - 

Plenarprotokoll 15/136 29.10.2004 S. 12526C

Beschluss: S. 12526C - einstimmige Annahme Drucksache 15/3421 idF Drucksache 15/4055

 

BR - 

Gesetzesbeschluss Deutscher Bundestag 05.11.2004 Drucksache 851/04

Zuweisung: Rechtsausschuss (federführend), Wirtschaftsausschuss

 

BR - 

Empfehlungen Rechtsausschuss (federführend); Wirtschaftsausschuss 12.11.2004 Drucksache 851/1/04

Rechtsausschuss: Anrufung des Vermittlungsausschusses; Anrufungsziel: Überarbeitung des Gesetzesbeschlusses Deutscher Bundestag - Wirtschaftsausschuss: kein Antrag auf Einberufung des Vermittlungsausschusses

 

2. Durchgang

 

BR - 

Plenarprotokoll 806 26.11.2004 S. 604C

Beschluss: S. 604C - kein Antrag auf Einberufung des Vermittlungsausschusses - gemäß  Art. 77 Abs. 2 GG

 

BR - 

Beschluss Bundesrat 26.11.2004 Drucksache 851/04 (Beschluss)

 

Bundesregierung - Gesetz vom 15.12.2004 -  Bundesgesetzblatt Teil I 2004 Nr.69 20.12.2004 S. 3408

 

Inkrafttreten:

21.12.2004

 

Außerparlamentarische Vorgänge:

Stellungnahme des Deutschen Anwaltvereins Nr. 05/04 vom Januar 2004 zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Kontrolle von Unternehmensabschlüssen (Bilanzkontrollgesetz – BilKoG)

 

Stellungnahme des Instituts für Wirtschaftsprüfer vom 19. Januar 2004 zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Kontrolle von Unternehmensabschlüssen (Bilanzkontrollgesetz – BilKoG)

 

Stellungnahme der Wirtschaftsprüferkammer vom 19.01.2004 zum Entwurf eines Gesetzes zur Kontrolle von Unternehmensabschlüssen (Bilanzkontrollgesetz – BilKoG)

 

Stellungnahme von BDA, BDI, DIHK vom 28.05.2004 zum Regierungsentwurf eines Gesetzes zur Kontrolle von Unternehmensabschlüssen (Bilanzkontrollgesetz – BilKoG)

 

Stellungnahme der Wirtschaftsprüferkammer vom 22. Juni 2004 zum Kabinettsentwurf eines Gesetzes zur Kontrolle von  Unternehmensabschlüssen (Bilanzkontrollgesetz - BilKoG)

 

Stellungnahme der Wirtschaftsprüferkammer vom 3. September 2004 zu dem Regierungsentwurf eines Gesetzes zur Kontrolle von  Unternehmensabschlüssen vom 21. April 2004 (Bilanzkontrollgesetz - BilKoG) gegenüber dem Rechtsausschuß des Deutschen Bundestages