Bibliothek des Bundesgerichtshofs - Gesetzesmaterialien - Übersichtsseite (Letzte Bearb.: 04.01.2005)

 

Gesetz zur Umsetzung gemeinschaftsrechtlicher Vorschriften über die grenzüberschreitende Prozesskostenhilfe in Zivil- und Handelssachen in den Mitgliedstaaten

 

(EG-Prozesskostenhilfegesetz)

 

- vom 15.12.2004, BGBl I, Nr. 69, S. 3392 -

 

Aus dem Gesetzentwurf:

Das EG-Prozesskostenhilfegesetz dient der Umsetzung der Richtlinie 2003/8/EG des Rates vom 27. Januar 2003 zur Verbesserung des Zugangs zum Recht bei Streitsachen mit grenzüberschreitendem Bezug durch Festlegung gemeinsamer Mindestvorschriften für die Prozesskostenhilfe in derartigen Streitsachen. Darüber hinaus soll durch eine Änderung des Prozesskostenhilferechts der Zivilprozessordnung die Gleichbehandlung von juristischen Personen, die in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum gegründet und dort ansässig sind, mit inländischen juristischen Personen gewährleistet werden. Die Richtlinie ist in ihren wesentlichen Teilen bis zum 30. November 2004 umzusetzen.

 

Regierungsentwurf

Aus: DIP - Dokumentations- und Informationssystem für Parlamentarische Vorgänge

Titel: Gesetz zur Umsetzung gemeinschaftsrechtlicher Vorschriften über die grenzüberschreitende Prozesskostenhilfe in Zivil- und Handelssachen in den Mitgliedstaaten (EG-Prozesskostenhilfegesetz)

 

Initiative: Regierungsvorlage

 

Zustimmungsbedürftig: Ja

 

Bezug: Implementierung des EG-Beweisaufnahmedurchführungsgesetzes

 

Europäische Impulse: Richtlinie 2003/8/EG zur Verbesserung des Zugangs zum Recht bei Streitsachen mit grenzüberschreitendem Bezug durch Festlegung gemeinsamer Mindestvorschriften für die Prozesskostenhilfe in derartigen Streitsachen vom 27. Januar 2003 (ABl. EG Nr. L 26, 31.01.2003, S. 41; ABl. EG Nr. L 32, 07.02.2003, S. 15)

 

Inhalt: Umsetzung der EU-Richtlinie betr. Mindestvorschriften für die Prozesskostenhilfe bei Streitsachen mit grenzüberschreitendem Bezug, Gleichbehandlung von juristischen Personen anderer EU-Mitgliedstaaten und inländischen juristischen Personen, Ergänzung des nationalen Prozesskostenhilferechts um diesbezügliche Vorschriften, insbesondere betr. Zuständigkeiten, verfahrensmäßige Behandlung von Ersuchen und Sprachenfragen, Erweiterung des Anwendungsbereichs, Übertragung bestimmter Aufgaben der grenzüberschreitenden Prozesskostenhilfe auf Rechtspfleger, kostenrechtliche Ergänzungen; Änderung und Ergänzung versch. §§ Zivilprozessordnung sowie von weiteren sechs Gesetzen, Neufassungsermächtigung.

Den Ländern entsteht keine nennenswerte Mehrbelastung.

 

Änderungen aufgrund der Ausschussempfehlung:

Ergänzung der Konzentrationsermächtigung um eine Subdelegationsermächtigung, Klarstellung, dass allein die deutsche Sprache für eingehende Anträge auf Prozesskostenhilfe maßgeblich ist.

 

Ablauf des Vorgangs (BT = Bundestag; BR = Bundesrat):

 

BR - 

Gesetzentwurf Bundesregierung 02.04.2004 Drucksache 267/04

Zuweisung: Rechtsausschuss (federführend), Ausschuss für Arbeit und Sozialpolitik, Finanzausschuss

 

BR - 

Empfehlungen Rechtsausschuss (federführend); Ausschuss für Arbeit und Sozialpolitik; Finanzausschuss 03.05.2004 Drucksache 267/1/04

Rechtsausschuss: Änderungsvorschläge - Ausschuss für Arbeit und Sozialpolitik, Finanzausschuss: keine Einwendungen

 

1. Durchgang

 

BR - 

Plenarprotokoll 799 14.05.2004 S. 187B, 231C-232D/Anl

Beschluss: S. 187B - Stellungnahme: Änderungsvorschläge - gemäß  Art. 76 Abs. 2 GG

 

BR - 

Stellungnahme Bundesrat 14.05.2004 Drucksache 267/04 (Beschluss)

 

BT - 

Gesetzentwurf Bundesregierung 10.06.2004 Drucksache 15/3281

Anlage: Stellungnahme Bundesrat und Gegenäußerung Bundesregierung

 

1. Beratung

 

BT - 

Plenarprotokoll 15/114 17.06.2004 S. 10362B, 10363A

Beschluss: S. 10363A - Überweisung: Rechtsausschuss (federführend)

 

BT - 

Beschlussempfehlung und Bericht Rechtsausschuss 27.10.2004 Drucksache 15/4057

Ergänzung der Konzentrationsermächtigung um eine Subdelegationsermächtigung, Klarstellung, dass allein die deutsche Sprache für eingehende Anträge auf Prozesskostenhilfe maßgeblich ist

Berichterstatter:
Dirk Manzewski, SPD, Rechtsausschuss; Michael Grosse-Brömer, CDU/CSU, Rechtsausschuss; Jerzy Montag, Bündnis 90/Die Grünen, Rechtsausschuss; Rainer Funke, FDP, Rechtsausschuss

 

2. Beratung

 

BT - 

Plenarprotokoll 15/135 28.10.2004 S. 12337B-C

Beschluss: S. 12337C - einstimmige Annahme Drucksache 15/3281 idF Drucksache 15/4057

 

3. Beratung

 

BT - 

Plenarprotokoll 15/135 28.10.2004 S. 12337C

Beschluss: S. 12337C - einstimmige Annahme Drucksache 15/3281 idF Drucksache 15/4057

 

BR - 

Gesetzesbeschluss Deutscher Bundestag 05.11.2004 Drucksache 853/04

Zuweisung: Rechtsausschuss (federführend)

 

2. Durchgang

 

BR - 

Plenarprotokoll 806 26.11.2004 S. 579C, 611A-612A/Anl

Beschluss: S. 579C - Zustimmung - gemäß  Art. 84 Abs. 1 GG

 

BR - 

Beschluss Bundesrat 26.11.2004 Drucksache 853/04 (Beschluss)

 

Bundesregierung - Gesetz vom 15.12.2004 -  Bundesgesetzblatt Teil I 2004 Nr.69 20.12.2004 S. 3392

 

Inkrafttreten:

21.12.2004

 

Außerparlamentarische Vorgänge:

Stellungnahme des Deutschen Anwaltvereins Nr. 69 vom Dezember 2003 durch den Zivilverfahrensrechtsausschuss zu einem Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung gemeinschaftsrechtlicher Vorschriften über die grenzüberschreitende Prozesskostenhilfe in Zivil- oder Handelssachen in den Mitgliedstaaten (EG-Prozesskostenhilfegesetz)