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Gesetz zur Durchführung gemeinschaftsrechtlicher Vorschriften über die grenzüberschreitende Beweisaufnahme in Zivil- oder Handelssachen in den Mitgliedstaaten 

(EG-Beweisaufnahmedurchführungsgesetz)

- vom 04.11.2003, BGBl I, Nr. 54, S. 2166  -

 

Aus dem Gesetzentwurf:

 

Das EG-Beweisaufnahmedurchführungsgesetz dient zunächst der Durchführung der ab 1. Januar 2004 anwendbaren Verordnung (EG) Nr. 1206/2001 des Rates vom 28. Mai 2001 über die Zusammenarbeit zwischen den Gerichten der Mitgliedstaaten auf dem Gebiet der Beweisaufnahme in Zivil- oder Handelssachen. Diese Verordnung räumt den EG-Mitgliedstaaten für bestimmte Bereiche einen eigenen Gestaltungsspielraum ein. Darüber hinaus soll das EG-Zustellungsdurchführungsgesetz vom 9. Juli 2001 (BGBl I 1536) in die Zivilprozessordnung eingegliedert sowie der Arrestgrund der Auslandvollstreckung vereinfacht werden.

 

Aus: DIP - Dokumentations- und Informationssystem für Parlamentarische Vorgänge

 

Titel: Gesetz zur Durchführung gemeinschaftsrechtlicher Vorschriften über die grenzüberschreitende Beweisaufnahme in Zivil- oder Handelssachen in den Mitgliedstaaten (EG-Beweisaufnahmedurchführungsgesetz) 

 

Initiative: Regierungsvorlage

 

Zustimmungsbedürftig: Nein

 

Europäische Impulse: Verordnung (EG) Nr. 1206/2001 des Rates vom 28. Mai 2001 über die Zusammenarbeit zwischen den Gerichten der Mitgliedstaaten auf dem Gebiet der Beweisaufnahme in Zivil- und Handelssachen (ABl. EG Nr. L 174, 27.06.2001, S. 1

 

Inhalt: Schaffung eines elften Buches der Zivilprozessordnung (§§ 1067 bis 1075 ZPO): Regelung der justiziellen Zusammenarbeit in Zivilsachen in der Europäischen Union, u.a. Beweisaufnahme durch deutsche Gerichte innerhalb der EU, Zuständigkeiten deutscher Stellen, Sprache von Ersuchen und Mitteilungen, Teilnahmerechte deutscher Richter und Verfahrensbeteiligter sowie Vereinfachung der Regeln über den dringlichen Arrest im Ausland; Änderung der §§ 183, 363 und 917 Zivilprozessordnung, Aufhebung des EG-Zustellungsdurchführungsgesetzes.
Es entstehen keine Kosten.

 

Ablauf des Vorgangs (BT = Bundestag; BR = Bundesrat):

 

BR - 

Gesetzentwurf Bundesregierung 11.04.2003 Drucksache 239/03

Zuweisung: Rechtsausschuss (federführend)

 

1. Durchgang

 

BR - 

Plenarprotokoll 788 23.05.2003 S. 132C-D, 161D-162B/Anl

Beschluss: S. 132D - keine Einwendungen - gemäß  Art. 76 Abs. 2 GG

 

BR - 

Stellungnahme Bundesrat 23.05.2003 Drucksache 239/03 (Beschluss)

 

BT - 

Gesetzentwurf Bundesregierung 27.05.2003 Drucksache 15/1062

 

1. Beratung

 

BT - 

Plenarprotokoll 15/51 18.06.2003 S. 4227B, C

Beschluss: S. 4227C - Überweisung: Rechtsausschuss (federführend), Ausschuss für Wirtschaft und Arbeit, Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union

 

BT - 

Beschlussempfehlung und Bericht Rechtsausschuss 30.06.2003 Drucksache 15/1283

Bericht Ingo Wellenreuther, CDU/CSU, Rechtsausschuss; Jerzy Montag, Bündnis 90/Die Grünen, Rechtsausschuss; Rainer Funke, FDP, Rechtsausschuss

 

2. Beratung

 

BT - 

Plenarprotokoll 15/56 03.07.2003 S. 4646C

Beschluss: S. 4646C - einstimmige Annahme Drucksache 15/1062

 

3. Beratung

 

BT - 

Plenarprotokoll 15/56 03.07.2003 S. 4646D

Beschluss: S. 4646D - einstimmige Annahme Drucksache 15/1062

 

BR - 

Gesetzesbeschluss Deutscher Bundestag 05.09.2003 Drucksache 604/03

Zuweisung: Rechtsausschuss (federführend)

 

2. Durchgang

 

BR - 

Plenarprotokoll 791 26.09.2003 S. 294C, 335C-D/Anl

Beschluss: S. 294C - kein Antrag auf Einberufung des Vermittlungsausschusses - gemäß  Art. 77 Abs. 2 GG

 

BR - 

Beschluss Bundesrat 26.09.2003 Drucksache 604/03 (Beschluss)

 

Bundesregierung - Gesetz vom 04.11.2003 -  BGBl I, Nr. 54, S. 2166

 

Inkrafttreten: 01.01.2004

 

Außerparlamentarische Vorgänge:

 

Stellungnahme des Deutschen Richterbundes vom April 2003