Bibliothek des Bundesgerichtshofs - Gesetzesmaterialien - Übersichtsseite (Letzte Bearb.: 07.02.2005)

 

Gesetz zum internationalen Familienrecht

 

- vom 26.01.2005, BGBl I, Nr. 7, S. 162 -

 

Aus dem Gesetzentwurf:

Der Rat der Europäischen Union hat am 27. November 2003 die Verordnung (EG) Nr. 2201/2003 des Rates über die Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Ehesachen und in Verfahren betreffend die elterliche Verantwortung und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 1347/2000 ("Brüssel II a-Verordnung") verabschiedet (ABl. EU Nr. L 338 S. 1). Die Regelungen der neuen EG-Verordnung, die ab dem 1. März 2005 anwendbar sein werden, müssen durch innerstaatliche Verfahrensvorschriften ergänzt werden. Um eine Rechtszersplitterung zu vermeiden, sollen in das neue Gesetz auch Ausführungsvorschriften zu einigen bereits in Kraft befindlichen international-familienrechtlichen Übereinkommen aufgenommen werden. Schließlich soll die Durchsetzung von Entscheidungen zum internationalen Sorge- und Umgangsrecht wirksamer ausgestaltet werden.

 

Regierungsentwurf

 

Pressemitteilung des BMJ vom 28. Juli 2004:  Kabinett beschließt Gesetzentwurf zum internationalen Familienrecht

 

Aus: DIP - Dokumentations- und Informationssystem für Parlamentarische Vorgänge

Titel: Gesetz zum internationalen Familienrecht

 

Initiative: Regierungsvorlage

 

Zustimmungsbedürftig: Ja

 

Europäische Impulse: Neue EG-Brüssel-IIa-Verordnung (Verordnung (EG) Nr. 2201/2003 des Rates vom 27. November 2003 über die Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Ehesachen und in Verfahren betreffend die elterliche Verantwortung und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 1347/2000) (ABl. EG Nr. L 338, 23.12.2003, S. 1)

 

Inhalt: Durchführungsbestimmungen zur neuen EG-Brüssel-IIa-Verordnung, Neuordnung bestimmter Ausführungsvorschriften zu Übereinkommen auf dem Gebiet des Familienrechts in Anlehnung an das Anerkennungs- und Vollstreckungsausführungsgesetz, Übernahme von Vorschriften des Sorgerechtsübereinkommens- Ausführungsgesetzes, das aufgehoben wird, Übertragung von Aufgaben der einzurichtenden Zentralbehörde auf den Generalbundesanwalt, effektivere Ausgestaltung von Vollstreckungsregelungen; Gesetz zur Aus- und Durchführung bestimmter Rechtsinstrumente auf dem Gebiet des internationalen Familienrechts (Internationales Familienrechtsverfahrensgesetz – IntFamRVG) als Art. 1 der Vorlage, Änderungen von weiteren 13 Rechtsvorschriften, Außerkrafttreten des Sorgerechtsübereinkommens-Ausführungsgesetzes.

Im Vollzugsaufwand entstehen für Bund und Länder geringfügige Kosten.

 

Ablauf des Vorgangs (BT = Bundestag; BR = Bundesrat):

 

BR - 

Gesetzentwurf Bundesregierung 13.08.2004 Drucksache 607/04

Zuweisung: Rechtsausschuss (federführend), Ausschuss für Frauen und Jugend, Ausschuss für Familie und Senioren, Finanzausschuss

 

BR - 

Empfehlungen Rechtsausschuss (federführend); Ausschuss für Frauen und Jugend; Ausschuss für Familie und Senioren; Finanzausschuss 13.09.2004 Drucksache 607/1/04

Rechtsausschuss: Änderungsvorschläge - Ausschuss für Frauen und Jugend, Ausschuss für Familie und Senioren, Finanzausschuss: keine Einwendungen

 

1. Durchgang

 

BR - 

Plenarprotokoll 803 24.09.2004 S. 458D-459A, 491A-D/Anl

protokollierte Rede:
Annemarie Lütkes, Stellvertreter der Ministerpräsidentin, Minister für Justiz, Frauen, Jugend und Familie Schleswig-Holstein S.491A-D/Anl

Beschluss: S. 459A - Stellungnahme: Änderungsvorschläge - gemäß  Art. 76 Abs. 2 GG

 

BR - 

Stellungnahme Bundesrat 24.09.2004 Drucksache 607/04 (Beschluss)

 

BT - 

Gesetzentwurf Bundesregierung 20.10.2004 Drucksache 15/3981
Anlage: Stellungnahme Bundesrat und Gegenäußerung Bundesregierung

 

1. Beratung

 

BT - 

Plenarprotokoll 15/135 28.10.2004 S. 12335D, 12337A

Beschluss: S. 12337A - Überweisung: Rechtsausschuss (federführend), Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

 

BT - 

Beschlussempfehlung und Bericht Rechtsausschuss 10.11.2004 Drucksache 15/4168

Berichterstatter:
Sabine Bätzing, SPD, Rechtsausschuss; Christine Lambrecht, SPD, Rechtsausschuss; Ute Granold, CDU/CSU, Rechtsausschuss; Irmingard Schewe-Gerigk, Bündnis 90/Die Grünen, Rechtsausschuss; Sibylle Laurischk, FDP, Rechtsausschuss

 

2. Beratung

 

BT - 

Plenarprotokoll 15/138 11.11.2004 S. 12717C-D, 12774D-12779A/Anl

protokollierte Rede:
Christine Lambrecht, SPD S. 12774D-12776A/Anl; Ute Granold, CDU/CSU S.12776 A-D/Anl; Irmingard Schewe-Gerigk, Bündnis 90/Die Grünen S. 12776D-12777C/Anl; Sibylle Laurischk, FDP S.12777 C-12778A/Anl; Alfred Hartenbach, Parlamentarischer Staatssekretär Bundesministerium der Justiz S. 12778B-12779A/Anl

Beschluss: S. 12717D - einstimmige Annahme Drucksache 15/3981

 

3. Beratung

 

BT - 

Plenarprotokoll 15/138 11.11.2004 S. 12717D

Beschluss: S. 12717D - einstimmige Annahme Drucksache 15/3981

 

BR - 

Gesetzesbeschluss Deutscher Bundestag 26.11.2004 Drucksache 927/04

Zuweisung: Rechtsausschuss (federführend)

 

2. Durchgang

 

BR - 

Plenarprotokoll 807 17.12.2004 S. 627A-B, 640A-B/Anl

Beschluss: S. 627A - Zustimmung - gemäß  Art. 84 Abs. 1 GG

 

BR - 

Beschluss Bundesrat 17.12.2004 Drucksache 927/04 (Beschluss)

 

Bundesregierung - Gesetz vom 26.01.2005 -  Bundesgesetzblatt Teil I 2005 Nr.7 31.01.2005 S. 162

 

Inkrafttreten:

01.02.2005

Artikel 1 § 12 Abs. 3 und § 47 Abs. 2

01.03.2005

übrige Artikel

 

 

Außerparlamentarische Vorgänge:

Stellungnahme des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge Nr. 2004/03 vom März 2004 zum Referentenentwurf eines Gesetzes zum internationalen Familienrecht

 

Stellungnahme der Bundesrechtsanwaltskammer Nr. 16/2004 vom April 2004 zum Referentenentwurf eines Gesetzes zum Internationalen Familienrecht

 

Stellungnahme des Deutschen Anwaltvereins Nr. 18/2004 vom April 2004 zu dem Entwurf eines Gesetzes zum internationalen Familienrecht

 

Stellungnahme des Familienbundes der Katholiken vom 5. April 2004 zum Referentenentwurf eines Gesetzes zum internationalen Familienrecht - Stand Januar 2004

 

Stellungnahme des Deutschen Juristinnenbundes vom 7. April 2004 zum Entwurf eines Gesetzes zum internationalen Familienrecht

 

Stellungnahme des Väteraufbruchs für Kinder e.V. vom 7. April 2004 zum Entwurf eines Gesetzes zum internationalen Familienrecht